Newsletter Januar 2009
Die Weihnachtszeit ist um, die Feiertage sind gut überstanden und der Ranzen spannt...
Die Waage wird im Moment eher gemieden, stattdessen geht es mehr oder weniger frisch ans Werk im neuen Jahr. Etwas verspätet wünschen wir auf diesem Wege noch alles Gute für 2009, viel Kraft und Gesundheit.
Die eisige Kälte und der starke Frost in letzter Zeit haben uns
nicht nur frieren lassen sondern auch unsere ganze Infrastruktur auf
die Probe gestellt. Die anhaltende Kälte fraß sich förmlich durch die
Wände und liess das Wasser in den Leitungen gefrieren, so dass es
schwierig war die Gemüse, zB. Rettiche und Sellerie, zu waschen. Auch
die Chicoreesprossen bedurften viel Aufmerksamkeit, da sie in der Kälte
sofort zu gefrieren drohten. Da erschien das Kühlhaus plötzlich
angenehm warm und man wollte am liebsten gar nicht mehr raus.
Wer ohne lange Unterhose und drei paar Socken zur Arbeit ging wurde schnell mit einer Erkältung bestraft.
Glücklicherweise findet der Grossteil der Arbeit momentan nicht
draussen statt, sondern im Gewächshaus und in der Halle. Die besondere
Hauptaktivität beschränkt sich jetzt im Januar fast ausschliesslich auf
den Chicoreeanbau. Während Nachmittags die einen Wurzeln einschlagen,
ernten die anderen die Sprossen und wiederum die nächsten machen die
alten Wurzeln wieder raus. Vormittags sind fast alle damit beschäftigt
Chicoree zu putzen und für den Verkauf aufzubereiten. Und Mittags wird
Chicoree als Salat verzehrt..
Da die Chicoreezeit auch sehr schnell wieder vorbei geht, läuft die
Vorbereitung für den Frühling schon auf Hochtouren, bzw. die
Anbauplanung für das ganze neue Jahr ist schon gemacht. Das heisst
sämtliche Kulturen haben ihren genauen Anbauplatz und ihr Aussaat-
sowie Erntedatum zugewiesen, in Rücksichtnahme auf die natürliche
Fruchtfolge.
So ist bis zu einem gewissen Grad schon absehbar wieviel Arbeit uns zu
welcher Zeit erwartet und wie hoch der personelle Bedarf einzuschätzen
ist. Abgesehen davon dass in der Gärtnerei eigentlich immer irgendetwas
getan werden muss.
Die detaillierte Planung eines ganzen Jahres ist natürlich auch immer
mit einem gewissen Risiko verbunden. Zum einen wissen wir nie genau ob
das Wetter unseren Bedürfnissen entsprechen wird, zum anderen können
auch unerwartete personelle Entwicklungen zum Problem werden.
Ende März werden uns voraussichtlich bis zu fünf Mitarbeiter verlassen,
deren Lücke nicht ohne weiteres zu schliessen ist. Allerdings ist
gleichzeitig der Zustrom von lernbegierigen Menschen gewachsen, so dass
im Frühjahr auch einige neue (und alte) Gesichter zu uns stossen
werden.
Wir bleiben auf jeden Fall optimistisch und freuen uns auf die Aufgaben in diesem Jahr.
Mit herzlichen Grüssen,
die Mitschaffenden der Gärtnerei Willmann