Newsletter Dezember 2008
Weihnachten steht vor der Tür und alle sind im Stress, die Geschenke sind noch nicht vollständig, es müssen noch Plätzchen gebacken werden und es quält die Frage ob es am Heiligabend die Gans oder das Käsefondue geben soll. Und wer kümmert sich eigentlich um den Weihnachtsbaum?
Auch in der Gärtnerei gibt es jede Menge zu tun, die Feiertage müssen gut vorbereitet werden, denn die Pflanzen wollen umsorgt sein, ob nun Weihnachten ist oder nicht.
Die Zeit für einen Newsletter nehmen wir uns trotzdem, um ihnen noch einen vorweihnachtlichen Eindruck in unser alltägliches Schaffen zu geben.
Chicoree:
Während auf unseren Feldern im Freiland die Arbeit bis auf die Grünkohl- und Wirsingernte ruht,
ist in den Glas- und Folienhäusern einiges los. Neben der Feldsalaternte verschafft uns der Chicoree jede Menge Arbeit.
Die
Chicoreewurzeln, die wir dieses Jahr aus Holland und Berlin beziehen,
müssen für die Erdtreiberei vorbereitet werden. Das heisst wir
schneiden mit Hilfe einer Schneidemaschine die Blätter oben an den
Wurzeln so kurz ab, dass der Vegetationspunkt noch erhalten bleibt.
Anschliessend schlagen wir die Wurzeln in die Erde ein und decken sie
gut zu. Das ist zum einen notwendig, damit es die Pflanzen warm genug
haben, zum anderen müssen sie im Dunkeln austreiben, weil sie im Licht
sofort grün werden würden.
In den kommenden 3 - 4 Wochen bilden die Wurzeln am Vegetationspunkt
neue Sprossen aus, die wir dann ernten können. Dies ist nun der
Chicoree so wie wir ihn vorwiegend von Salaten kennen.
Jetzt müssen wir die Chicoree noch nachputzen und für den Verkauf
aufbereiten, d.h. In Kisten packen und wiegen, ausserdem müssen sie mit
speziellem Papier lichtundurchlässig umhüllt werden, im Licht würden
die Blätter schneller grün, bitter und ungeniessbar.
Momentan sind wir fleissig dabei die Chicoreewurzeln abzuschneiden und
einzuschlagen, gleichzeitig ernten wir die ersten Einschläge schon
wieder ab.
Zwar bedarf der Chicoree eines ziemlich umständlichen und
zeitaufwendigen Anbaus, doch er verschafft uns im Winter die nötige
Arbeit, damit der Betrieb nicht stillsteht.
Wasserbecken:
Rechtzeitig vor Weihnachten haben wir es doch noch geschafft die
Arbeiten an unserem neuen Wasserspeicherbecken abzuschliessen. Nachdem
wir das Loch mit einem Fassungsvermögen von ca. 1500 Kubikmeter bereits
im November ausgehoben haben, haben wir es jetzt mit Folie ausgekleidet.
Bei äusserst schwierigen Wetterbedingungen galt es in Teamarbeit eine
maßangefertigte Folie genau und gleichmäßig in das Becken zu legen.
Unter der Folie wurde zunächst mit einem speziellen Vlies die gesamte
Fläche ausgekleidet, um die Folie vor Einstichen durch spitze
Gegenstände zu schützen. Über der Folie wurden die Beckenwände
ebenfalls mit einem weiteren Vlies ausgekleidet.
Was womöglich einfach klingt war ein echter Kraftakt und bedurfte der Hilfe aller Mitarbeiter.
Mit kiloweise Erde an den Füssen, eiskalten Händen und vom ständigen
Schneetreiben durchnässt, konnten wir in grossartiger Teamarbeit die
Arbeiten am Wasserbecken zu Ende bringen. So ist uns ein weiterer
wichtiger Schritt in die Zukunft der Gärtnerei gelungen, und wir werden
schon im nächsten Sommer unsere Äcker mit dem hier gesammelten Wasser
beregnen können.
Wir bedanken uns für ihr Interesse an unserer Arbeit. Über Ihr Feedback zu unserer Öffentlichkeitsarbeit würden wir uns freuen.
ein frohes Weihnachtsfest wünschen,
die Mitschaffenden der Gärtnerei Willmann